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Gastroenterologie (Erkrankungen der Verdauungsorgane)

 
 
Dr. Reinhold

Die Gastroenterologie umfasst in ihrem Fachgebiet die Erkrankungen der Verdauungsorgane.
Hierzu gehören Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarms, der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Gallenblase und der Gallenwege sowie auch des Darmausgangs.
Im Folgenden möchten wir Ihnen das Erkrankungsspektrum und die betroffenen Organe sowie eine Auswahl der Untersuchungs- und Behandlungsmethoden näher bringen.


Bei Fragen zögern Sie nicht, uns direkt zu kontaktieren.

Ihr Dr. med. Uwe Reinhold 

 
 
 

Leistungsspektrum

Auswahl von Erkrankungen der einzelnen Organe

Speiseröhre

  • Verbindungsorgan zwischen Mundhöhle und Magen
  • 25-30cm langer Muskelschlauch

Die häufigste Erkrankung ist die sogenannte Refluxerkrankung, die viele Menschen als Sodbrennen bemerken. Hierbei befindet sich häufig eine Entzündung im unteren Teil der Speiseröhre, die in der Endoskopie sichtbar gemacht werden kann.
Seltener ist die Achalasie. Hierbei öffnet sich der untere Verschluss der Speiseröhre nicht oder nicht vollständig und die geschluckte Speise gelangt nicht oder sehr verzögert in den Magen. Man merkt hierbei, dass man nicht richtig schlucken kann oder dass unverdaute Speisen wieder in den Mund zurückfließen.
Im höheren Alter treten auch Tumoren der Speiseröhre auf. Im Rahmen der Diagnostik ist es hierbei in der Regel erforderlich, dass eine Endoskopie mit Gewebeprobeentnahme und u.U. eine Endosonographie durchgeführt werden.


Bei allen Erkrankungen erfolgt die Therapie nach akkurater Diagnosestellung und dem Ausmaß der Erkrankung nach den Leitlinien unserer Fachgesellschaft.

Magen

Das erste Verdauungsorgan. Hier wird der Speisebrei angefangen zu verdauen. Durch die im Magen produzierte Salzsäure wird der Mageninhalt zersetzt und so seiner Verdauung zugänglich gemacht. Der Magen bewegt sich fast ununterbrochen und sorgt so für den Weitertransport des Speisebreis.
Eine häufige Erkrankung des Magens ist die Schleimhautentzündung oder das Magen-/bzw. das Zwölffingerdarmgeschwür. Mitunter ist dieses mit dem sogenannten Helicobacter pylori Bakterium vergesellschaftet, das während einer Magenspiegelung diagnostiziert werden kann. Andere Erkrankungen wie Tumore, Krampfadern des Mageneingangs oder der sogenannte Wassermelonenmagen sind wesentlich seltener, erfordern aber auch zur Diagnosestellung eine endoskopische Untersuchung.

Dünndarm

Lange in seiner Häufigkeit unterschätzt wurde die Zöliakie, welche eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut ausgelöst durch einheimische sog. „Kleberproteine“ (Gliadine) darstellt. Hierdurch kommt es auf die Dauer zu einem Rückbau der Schleimhaut im Dünndarm und dadurch in der Folge zu diversen Symptomen, im schwersten Fall zu Mangelerscheinungen, weil der Dünndarm Nährstoffe nicht mehr so gut aufnehmen kann. Zur Diagnostik ist wenigstens einmal im Leben eine Endoskopie des Magens und des angrenzenden Zwölffingerdarms mit Gewebeprobenentnahme erforderlich. Die Therapie besteht im lebenslangen Verzicht auf Nahrungsmittel, die Gluten (oder Spuren von Gluten) enthalten. In seltenen Fällen müssen therapeutisch weitere Maßnahmen getroffen werden.

Dickdarm

Die häufigste Erkrankung des Dickdarms ist die Divertikelkrankheit, bei der sich im Laufe des Lebens kleine Aussackungen der Dickdarmwand bilden. Diese können asymptomatisch verlaufen, aber auch schwere Entzündungen bis hin zum Darmdurchbruch verursachen.
Das häufigste Symptom einer Dickdarmerkrankung ist der Durchfall. Dieser kann durch eine Infektion oder anderweitige Entzündung (Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, u.a.) hervorgerufen werden. Auch hierbei ist im Rahmen der Diagnostik auch häufig eine Endoskopie erforderlich.
Ab dem 55. Lebensjahr steigt zudem das Risiko für Dickdarmkrebs, weshalb in Deutschland für alle Menschen ab diesem Lebensalter eine Koloskopie empfohlen wird. Hierbei werden, falls vorhanden, gutartige Vorstufen des Dickdarmkrebs (sogenannte Polypen) entfernt, sodass an der Stelle kein Dickdarmkrebs mehr entstehen kann.

Gallenblase

Gallensteine sind eine häufig gemachte Entdeckung in der Ultraschalluntersuchung vom Bauch. Meist stellen sie einen Zufallsbefund dar, da sie häufig keine Beschwerden machen. Typischerweise treten, falls sie doch Beschwerden machen, kolikartige Schmerzen oder gar Entzündungen der Gallenblase auf. Andere Erkrankungen der Gallenblase sind selten.

Bauchspeicheldrüse

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist sehr schmerzhaft und erfordert in aller Regel eine Krankenhausbehandlung. Ursache kann eine Verlegung des Bauchspeicheldrüsenabflusses durch einen Gallenstein im Gallengang sein oder aber auch Alkoholgenuss. Wichtig ist, baldmöglichst die Ursache zu erkennen und z.B. im Rahmen einer ERCP das Abflusshindernis zu beseitigen. Schwere Bauchspeicheldrüsenentzündungen erfordern sogar intensivmedizinische Maßnahmen wie großvolumige Infusionsbehandlung und Schmerztherapie.

Untersuchungsmethoden

Sämtliche hier genannten Untersuchungsmethoden (u.v.m.) werden hier im Hause vorgehalten. Im Rahmen der verschiedenen Untersuchungen können wir in der Regel bei für Sie belastenden Untersuchungen garantieren, dass Sie während der Untersuchung schlafen und von der Untersuchung nichts mitbekommen. Nur bei einigen Untersuchungen wie z.B. der Proktoskopie (Untersuchung vom Ende des Enddarms) ist Ihre Mitarbeit in der Regel erforderlich.

Endoskopie

Endoskopie bedeutet, dass man sich die im Bauch befindlichen Organe anschaut. Da sie nicht direkt von außen zugänglich sind, nimmt man ein Instrument zur Hilfe, an dessen Ende eine Lichtquelle und eine Kamera angebracht sind, über die der Magen oder auch andere Organe auf einem Bildschirm angeschaut werden können. So können zum Beispiel Geschwüre, Entzündungen oder auch Tumore diagnostiziert werden. Generell besteht auch die Möglichkeit Behandlungen über das Endoskop durchzuführen oder auch im Rahmen der Diagnostik Gewebeproben zu entnehmen.

Proktoskopie

Hier wird der Enddarm und vor allem der Teil des Enddarms auf Schließmuskelniveau untersucht. So können Hämorrhoiden in ihrer verschiedenen Ausprägung oder auch schmerzhafte Schleimhauteinrisse im Analbereich diagnostiziert werden. Bei Bedarf ist auch eine Therapie von symptomatischen Hämorrhoiden bei nicht allzu starker Ausprägung in Form einer Lokalbehandlung in gleicher Sitzung möglich.

Ultraschall

Dieses weit verbreitete Verfahren dient zur Beurteilung der Bauchorgane wie Leber, Gallenblase, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Blutgefäße und zum Teil auch des (Dick-) Darms. So können beispielsweise Gallensteine oder Gallenblasenentzündungen diagnostiziert werden. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit mit Hilfe des Ultraschalls gezielte Gewebeproben aus den Organen zu entnehmen, um so Veränderungen in ihnen näher einzugrenzen. Gerne wird der Ultraschall auch zur Hilfe genommen, wenn Entlastungspunktionen von Bauchwasser oder vom Rippenfellergüssen durchgeführt werden sollen.

Endoskopischer Ultraschall

Mit dieser Untersuchungsmethode kann man Ultraschall von innen durchführen. Der Ultraschallapparat wird mithilfe eines speziellen Endoskops an die Stelle im Magen-Darm-Kanal gebracht, die einer speziellen Untersuchung unterzogen werden soll. Dies braucht man z.B., wenn es erforderlich ist zu diagnostizieren, wie weit ein Tumorleiden fortgeschritten ist oder ob ein kleiner, mit anderen Untersuchungsmethoden nicht darzustellender Gallenstein sich im Gallengang befindet. Mit der Ultraschallsonde können ebenfalls gezielt Gewebeproben entnommen werden.
Wichtig ist der endoskopische Ultraschall auch im Rahmen Diagnostik, wenn ein bösartiger Tumor des Enddarms diagnostiziert wurde. Diese Untersuchung wird mit einem speziellen Gerät auch hier im Hause durchgeführt.

ERCP

Hiermit kann der Gallen- und auch der Bauchspeicheldrüsengang untersucht werden. Das Endoskop ist besonders gebaut, sodass mit ihm die Mündung der beiden o.g. Gänge im Zwölffingerdarm dargestellt werden und mit einem feinen Instrument sondiert werden kann. Sodann können mithilfe von Röntgenkontrastmittel die beiden Gangsysteme dargestellt werden und bei Bedarf Steine aus dem Gallengang entfernt werden oder Engstellen diagnostiziert und mittels verschiedener Verfahren behandelt werden.

 
 

Unser Ärzteteam

 
 

 
 

Anna Büttner
Oberärztin
-Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie
-in der Ausbildung: Palliativmedizin

Dr. med. Uwe Reinhold
Chefarzt
-Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Dipl. Ing. Hans-Georg Enkemeier
Oberarzt
-Facharzt für Allgemeinmedizin

 
 

 
 

Anke Schackmann
Oberärztin
-Fachärztin für Innere Medizin
-in der Ausbildung: spezielle Diabetologie

 
 
 

Kontakt


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Beate Bormki

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