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Die Selbstständigkeit der Patienten erhalten und fördern ist das Ziel der Geriatrie

15.11.2018

Die Selbstständigkeit der Patienten erhalten und fördern ist das Ziel der Geriatrie

30 Betten stehen älteren Patienten zur Verfügung / Bedarf steigt enorm / Modernes und ganzheitliches Therapiekonzept/ Zweiteilige Serie über die Altersmedizin

Es liegt im wahrsten Sinne des Wortes in der Natur der Sache: Wenn Menschen älter werden, verändern sich im Verlauf des Lebens auch die möglichen Krankheitsbilder. Sind es in der Kindheit zum Beispiel noch Röteln oder Windpocken, die behandelt werden müssen, sieht es bei Senioren komplett anders aus. Hoher Blutdruck, Herzschwäche, Inkontinenz, Osteoporose oder Demenz sind nur einige der Leiden, die dann häufig und zudem gleichzeitig diagnostiziert werden. Bei älteren Menschen ab dem 70. Lebensjahr, bei denen sich eine akute Erkrankung wie ein Herzinfarkt oder eine Oberschenkelhals-Fraktur mit typischen altersmedizinischen Problemen verbindet, kommt die so genannte Geriatrie oder Altersmedizin ins Spiel. Im Briloner Krankenhaus Maria Hilf wurde exakt dafür eine eigene geriatrische Abteilung mit 30 Betten geschaffen. Bedarf und Nachfrage steigen, die Kapazität ist zumeist ausgelastet und es gibt Wartelisten. 

„Ein Novum in Zeiten, in denen überall Betten abgebaut werden“, sagt der Chefarzt und Leiter der Geriatrie, Dr. Heinrich Kerkhoff. Und ein klares Zeichen an die Menschen in dieser ländlichen Region, dass am Briloner Krankenhaus Maria Hilf in eine qualitativ hochwertige und spezialisierte medizinische Versorgung investiert wird. In zwei Folgen stellen wir die Altersmedizin ein wenig genauer vor. Der erste Teil gibt einen grundsätzlichen Einblick in die Geriatrie und blickt auf die Voraussetzungen, unter denen Patienten geriatrisch behandelt werden können. Im zweiten Teil wird das moderne und ganzheitliche Therapiekonzept unter die Lupe genommen.

Patienten sind in der Regel über 70 Jahre alt


Um wen kümmert sich also der Geriatrer, der fachärztlich ausgebildete Altersmediziner? „Unser Patient ist zumeist über 70 Jahre alt und bringt einen ganzen Strauß an Erkrankungen mit“, erklärt Dr. Heinrich Kerkhoff. So definieren es auch die Krankenkassen. Einweisungen von Patienten, die erst über 60 Jahre alt sind, kommen sehr viel seltener vor. Diese Frauen und Männer haben meist eine sehr schwerwiegende Erkrankung. 

Wann wird der Patient in eine Geriatrie überwiesen? In der Regel ist es so, dass potentielle Geriatrie-Patienten vor einer Überweisung aufgrund einer akuten Erkrankung fachärztlich in einem Krankenhaus oder bei ihrem Hausarzt behandelt werden. Leidet der Patient zusätzlich an weiteren, oft altersbedingten Erkrankungen wie Demenz, Inkontinenz, Parkinson, Mangelernährung oder an anderen kognitiven Schwächen, wird er nach dieser Behandlung zur Nachversorgung in die Geriatrie des Maria Hilf überwiesen. Denn in fast allen Fällen sind diese Patienten aufgrund ihres Krankheitsbildes zunächst nicht mehr in der Lage, eigenständig in einem Haushalt zu leben.  „Und genau da setzt dann unsere frührehabilitative Komplexbehandlung an. Mit dem Ziel, dass der Patient nach zwei oder drei Wochen möglichst wieder in der Lage ist, selbstständig seinen Alltag gestalten zu können“, sagt Dr. Kerkhoff. Heißt, nicht nur die oft parallel auftretenden Beschwerden werden im Krankenhaus Maria-Hilf behandelt, auch das persönliche Lebensumfeld wird betrachtet, um dem Patienten die größtmögliche Unterstützung für den Einstieg in den Alltag zu geben. Hilfe zur Selbsthilfe lautet das Motto. „Im Mittelpunkt steht immer der Patient mit seinem Lebensumfeld und seine Selbstständigkeit“, betont der Chefarzt. Dass eine vollständige Genesung mit Blick auf die jeweilige Schwere der Erkrankungen mal ganz oder mal auch nur teilweise gelingt, ist klar.

Ein Team aus vielen Experten arbeitet eng zusammen


Wie werden die therapeutischen Ziele erreicht? Wichtige Mosaiksteine für eine ganzheitliche, erfolgreiche Behandlung sind die Kooperationen. So arbeiten die Ärzte der Geriatrie am Krankenhaus Maria Hilf nicht nur mit den anderen Fachabteilungen des Krankenhauses eng zusammen. Altenpfleger, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten sowie Sozialarbeiter und Psychotherapeuten kümmern sich in enger Absprache ganzheitlich um die Genesung des Patienten. Da geht es dann neben der medizinischen Behandlung auch um die Fähigkeit, sich wieder ein Butterbrot schmieren zu können, um die Notwendigkeit einer Toilettensitz-Erhöhung oder um den Antrag auf eine Rehabilitationsmaßnahme nach dem Krankenhaus-Aufenthalt. Ein wesentlicher Faktor für die Genesung ist zudem die Wohlfühl-Atmosphäre der geriatrischen Abteilung. Ein spezielles Lichtsystem sowie altersgerecht gestaltete Räume und Gruppenräume tragen unter anderem dazu bei, dass sich die Patienten schnell besser und sehr gut aufgehoben fühlen. Schwerpunktmäßig befasst sich die Komplexbehandlung mit folgenden typischen Erkrankungen oder Unfallfolgen bei älteren Menschen: Immobilität, Inkontinenz, Demenz, Depression, Mangelernährung, Folgen eines Sturzes mit Frakturen wie Oberschenkelhalsbruch, Schlaganfall, Herzschwäche sowie neurologische Erkrankungen wie das Parkinson Syndrom. Wie eine Behandlung konkret abläuft. Folgt im zweiten Teil zur „Geriatrie im Krankenhaus Maria Hilf“.

Info-Box: Geriatrie am Krankenhaus Maria Hilf

  • Die Geriatrie verfügt über 30 Betten gemäß Krankenhaus-Bedarfspla
  • Sie ist Mitglied im Bundesverband Geriatrie sowie der deutschen Gesellschaft für Geriatrie;
  • Sie erfüllt alle notwendigen Kriterien des Bundesverbandes;
  • Chefarzt ist Dr. med. Heinrich Kerkhoff, Oberärztin ist Anna Büttner;
  • Das Ärzte-Team sowie alle Pfleger und Therapeuten erfüllen die fachlichen Voraussetzungen;
  • Weitere Infos gibt es unter www.krankenhaus-brilon.de sowie telefonisch unter 02961/7800;


Städt. Krankenhaus Maria-Hilf Brilon gGmbH   |   Am Schönschede 1   |   59929 Brilon